Morbus Raynaud („kalte Hände / kalteFüße“)

Der primäre Morbus Raynaud ist ein Krankheitsbild, bei dem sich die Gefäßmuskulatur krampfartig zusammen zieht. Die Ursache für die resultierende Engstellung der Arterien (Gefäßspasmen) und die Veränderung des Kapillarnetzes liegt in einer Überreaktivität des unbewußten Nervensystems, welches für die Gefäßweit- und –engstellung verantwortlich ist.

Symptome sind: Durch Kälte oder Stress ausgelöste anfallsartige Durchblutungsstörungen der Finger/ Hände oder Zehen/ Füße verbunden mit Taubheitsgefühl und schmerzhafter Fingersteifigkeit.

Der sogenannte Sympathikus ist der hier entscheidende Nerv des unbewussten, vegetativen Nervensystems. Er bewirkt u. a. Gefäßengstellungen und aktiviert die Schweißdrüsen. Schlagen medikamentöse Therapieversuche nicht an, beruht eine weitere Behandlungsmöglichkeit in der Ausschaltung der entsprechenden Nervenwirkung. Dies erfolgt in unserer Klinik nach Sicherung der Diagnose mittels Gefäßkontrastmitteluntersuchung nicht mehr durch einen operativen Eingriff, sondern durch eine gezielte Injektion unter Lagekontrolle der Nadel im Computertomografen mit resultierender Nervenlähmung (Sympathikolyse). Nun kann der Gegenspieler des Sympathikus, der Parasympathikus seine Wirkung mit Gefäßweitstellung in den Fingern und verminderter Schweißbildung voll entfalten