Gute 300 Jahre im Dienste der Gesundheit - Geschichte des Klinikums

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Standort Altstadt
vor dem 2. Weltkrieg

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1945

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Heute

Die Ursprünge

Bereits im 18. Jahrhundert existierte in der Knochenhaueruferstraße ein städtisches Krankenhaus. Dies wurde trotz eines Erweiterungsbaues im Jahr 1774 mit der Zeit zu klein. Deshalb erwarb die Stadt für 13.000 Reichstaler den "Wiehler‘schen Hof" in der damaligen Marstallstraße an der Stadtmauer. Das mit nur 1.000 Talern hergerichtete Gebäude wurde am 29. August 1817 als "Magdeburger Krankenanstalt Altstadt" feierlich eröffnet und nahm im ersten Jahr 80 stationäre Patienten auf.

1920 bereits 847 Betten

Wegen der rasanten Bevölkerungsentwicklung war das "Altstädtische" dem Bedarf bald nicht mehr gewachsen. Glücklicherweise hatte der Magistrat vorausschauend ein erweiterungsfähiges Gelände gewählt. Man kaufte Grundstücke dazu und schuf durch Neubauten bis 1920 Platz für 847 Betten. Diese Zahl wurde nach dem 2. Weltkrieg nie wieder erreicht. 1927 wurden hier insgesamt 7.273 Patienten stationär behandelt.

Magdeburg schreibt Hygiene-Geschichte

Bereits 1863 entstand im Mittelgebäude ein Operationssaal mit Glasausbau und abwaschbaren Oberflächen. Dieser war in seiner Art mustergültig und wahrscheinlich der erste in Europa. Viele in- und ausländische Chirurgen besichtigen den Operationssaal. Er war bis 2003 in Betrieb.
Im 2. Weltkrieg wurde das Krankenhaus Altstadt stark zerstört, Operationen waren nur im Luftschutzbunker möglich und lediglich 19 Betten konnten noch belegt werden.

Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg

Dank der Tatkraft und Energie des bei Kriegsende 68jährigen Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Max Otten wurde das „Altstädtische“ rasch wieder aufgebaut und 1951 voll in Betrieb genommen. Die ehemalige Marstallstraße trägt heute seinen Namen.
1958 wurde das Krankenhaus Altstadt in den Rang eines Bezirkskrankenhauses erhoben. 1985 erhielt es eine Poliklinik, und im selben Jahr erfolgte der organisatorische Zusammenschluss mit dem Krankenhaus Vogelsang bei Gommern.

Olvenstedt kommt dazu

Bereits in den 60er Jahren war abzusehen, dass eine räumliche Erweiterung des Krankenhauses Altstadt notwendig aber nicht möglich war. 1985 fiel schließlich der Startschuss für einen Neubau am grünen Stadtrand. Dieses neue Krankenhaus in Olvenstedt wurde am 3. Mai 1989 eingeweiht. Es erhielt den Namen des in Magdeburg gebürtigen Physikers Walter Friedrich.

Ab 1994: "Städtisches Klinikum Magdeburg"

1994 entschied der Stadtrat die Fusion der kommunalen Krankenhäuser Altstadt, Vogelsang und Olvenstedt zum Städtischen Klinikum Magdeburg. Zum 01.01.1999 ist der Betriebsteil Vogelsang an einen privaten Träger übergegangen. Im Jahr 2000 begannen am Standort Olvenstedt die Bauarbeiten für die umfassende Erweiterung und Modernisierung. Es entstanden zwei neue Bettenhäuser und ein Op-Gebäude. Im Juli 2007 wurde die letzte große Baumaßnahme offiziell abgeschlossen. Alle Fachkliniken aus dem „Altstädtischen“ sind mittlerweile nach Olvenstedt umgezogen. Mit dem Klinikum in Olvenstedt erhalten die Bürger unserer Region ein modernes, leistungsfähiges Zentrum der Gesundheitsversorgung.

2008 Klinikum Magdeburg wird gemeinnützige GmbH

Im Oktober 2007 entschied der Stadtrat die Überführung des Eigenbetriebes in eine gemeinnützige GmbH, welche zum 01.01.2008 umgesetzt wurde. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte beim Amtsgericht Stendal unter der HRB-Nr. 7096.
Mit der Gründung des Klinikums Magdeburg als gemeinnützige GmbH und der Landeshauptstadt als deren hundertprozentigen Gesellschafter entstehen gleichzeitig drei Tochtergesellschaften, die externe Beteiligungen von Mitgesellschaftern bzw. Kooperationen in begrenztem Umfang zulassen.