Anästhesie
Unser Anästhesie-Team versorgt den Zentral-OP (10 OP-Säle) sowie
5 weitere dezentrale OP-Säle.
Neurochirurgie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie,
Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gefäßchirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
und Urologie. Des Weiteren betreuen wir einen Rettungsstellen-OP, 3 Endoskopie-Säle,
die von der Klinik für Urologie genutzt werden, sowie einen Kreißsaal-OP.
Die zentrale Leitung und Koordination der Operationen obliegt stets einem
Facharzt / einer Fachärztin für Anästhesie.
Jährlich werden bei uns etwa 9.500 Anästhesien durchgeführt.
Als zusätzliche Leistungen bieten wir in unserem Hause an:
- Anästhesiesprechstunde
- Eigenblutspende
- moderne intraoperative blutsparende Maßnahmen (Cell-Saver).
Anästhesie-Vorbereitung
Bereits vor dem eigentlichen Eingriff findet ein ausführliches Gespräch
meist im Rahmen einer Anästhesiesprechstunde statt, wobei das geeignete
Narkoseverfahren individuell für jeden Patienten festgelegt wird.
Bereits auf der Station erhalten Sie ein Beruhigungsmittel zur Vorbereitung.
Im Operationssaal werden Sie von unseren Anästhesieschwestern empfangen.
Es erfolgt das Anlegen einer Verbindung zu Ihrem Venensystem, in das die meisten
Medikamente und die Volumenausgleichsflüssigkeiten ("Tropf")
gespritzt werden. Dieser dünne Plastikschlauch verbleibt dort mindestens
bis zum Ende der Operation.
Allgemeinanästhesie
Bei diesem Verfahren befindet sich der gesamte Körper im Zustand der Narkose.
Die Narkose beginnt durch die Gabe eines schnell wirkenden Schlafmittels. Das
Bewusstsein ist ausgeschaltet und Sie schlafen während des gesamten operativen
Eingriffs tief und fest. Die Narkose wird durch eine kontinuierliche Gabe von
flüssigen und gasförmigen Medikamenten aufrechterhalten. Viele Eingriffe
erfordern die Ausschaltung Ihrer Muskelkraft. Dieser Ablauf wird durch den Anästhesisten
gesteuert, der Sie während des gesamten Eingriffes betreut.
Regionalanästhesie
Bei dieser Narkoseform sind nur Teile des Körpers betroffen, das Bewusstsein
bleibt erhalten. Das Ziel dieser Schmerzausschaltungen ist, die für das
Operationsgebiet in Frage kommenden Nervenbahnen irgendwo in ihrem Verlauf mit
einem Lokalanästhetikum für kurze Zeit zu betäuben. Diese Bahnen
sind an verschiedenen Stellen des Körpers von außen gut zu erreichen.
Dort wird durch den Anästhesisten das Mittel in unmittelbare Nähe
der Nerven mittels einer Kanüle angebracht. Dies ist im Allgemeinen nicht
schmerzhaft, es kann manchmal zu einem Druck- oder Wärmeempfinden kommen.
Schon nach wenigen Minuten ist die entsprechende Körperregion ohne Schmerzempfinden
und die Operation kann beginnen. Das Betäubungsmittel kann einmalig oder
kontinuierlich über einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) verabreicht
werden.
Anästhesienachsorge
Nach der Operation werden die Patienten in unserem Aufwachraum durch mehrere
Fachschwestern für Anästhesie, sowie einem ärztlichen Kollegen
betreut. Erst wenn alle lebenswichtigen Funktionen wie Atmung und Kreislauf
stabil sind und der Patient schmerzfrei ist, erfolgt die Verlegung auf die
Normal- bzw. Wachstation.
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