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Bandscheibenvorfälle

Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule

Unter einem Bandscheibenvorfall werden die Irritation und Kompression zervikaler Nervenwurzeln durch in den Spinal- bzw. Wurzelkanal ausgetretenes Bandscheibengewebe oder durch Knochenzacken verstanden. Als Ursachen für die Kompression der zervikalen Nervenwurzeln sind entweder der Austritt aus der Öffnung des Wirbelkanals oder die knöcherne Einengung dieser durch Knochenzacken bekannt. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung erleidet zumindest einmal im Leben einen Bandscheibenvorfall.


Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule

In der Wirbelsäule sitzen die Bandscheiben wie Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln und übernehmen eine Pufferfunktion, indem sie Erschütterungen abfangen. Sie bestehen aus einem weichen Gallertkern und einem äußeren Faserring, der für die nötige Stabilität sorgt. Bei dauerhafter falscher oder zu starker Belastung und altersbedingtem Verschleiß kommt es oft zu einer Bandscheibenvorwölbung. Dabei drückt der Gallertkern den äußeren Faserring gegen das hintere Längsband, welches die Bandscheibe vom Rückenmarkskanal abschirmt.

Nach und nach entstehen kleine Einrisse im äußeren Faserring. Dadurch kann ein Teil des zähflüssigen Bandscheibenkerns aus dem Ring austreten und in den Wirbelkanal gelangen. Wenn diese ausgetretene Gallertmasse dann auf eine Nervenwurzel drückt, kommt es zu massiven Schmerzen, Sensibilitätsstörungen oder Lähmungen. Die Inzidenz des lumbalen Bandscheibenvorfalles liegt bei 4.5%, die Zahl der Operationen bei 87 von 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland. Diese hohe Frequenz erfordert die Suche nach Verfahren, die zum einen eine hohe qualitative Operationssicherheit bieten, zum anderen ein geringes Zugangstrauma aufweisen und damit die Möglichkeit einer guten Handhabbarkeit und einer raschen Rehabilitation des Patienten in sich bergen.

Letzte Auslöser für solch einen Vorfall sind meist schweres Heben oder ruckartige Drehbewegungen. Besonders häufig betroffen sind die Bandscheiben im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule (L4/L5) und (L5/S1), hier ist nämlich sowohl die Belastung als auch die Beweglichkeit am größten.


Symptome

Kein Bandscheibenvorfall ähnelt dem anderen. Ob Schmerzen auftreten hängt davon ab, ob das vorgewölbte Gewebe auf umliegende Nerven drückt. Ist dies der Fall, gehen die Schmerzen von der betroffenen Region aus. Schmerzen im unteren Rücken sind bei einem Bandscheibenvorfall im unteren Lendenwirbelsäulenbereich typisch. Die Schmerzen können auch auf umliegende Bereiche ausstrahlen. So sind zum Beispiel Schmerzen in Beinen und Füßen und sogar in der Großzehe bei einem Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelsäulenbereich möglich. Die Schmerzen werden beim Husten, Niesen oder Pressen verstärkt. Auch Reflexausfälle, Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen können mit Fortschreiten der Wurzelkompression auftreten. Mitunter ist auch eine Störung der Harn- und Mastdarmentleerung möglich – in diesem Fall ist eine sofortige Operation notwendig. Das Wichtigste ist, dass sich der Betroffene wieder ohne Beschwerden bewegen kann. Deshalb käme die Schmerztherapie und Physiotherapie in Frage.

Kontakt

Orthopädie

Frau Janine Schlicke
Chefsekretärin des Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie

0391 79152010391 7915203

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