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Eigene Visionen können hier im Klinikum Wirklichkeit werden

Wenn Sven Weingarte von seiner Arbeit spricht, dann strahlen seine Augen. So sehr, dass die Freude regelrecht überspringt. Das macht neugierig auf den Mann und sein Aufgabengebiet - der 38-Jährige ist in der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) am Klinikum Magdeburg tätig. 
So glücklich über seinen Job wie heute war der freundliche Mann trotzdem nicht immer. Während seines Zivildienstes im Klinikum Schönebeck lernte er die Tätigkeiten des Technischen Sterilisationsassistenten in einer ZSVA kennen und lieben. 2005 fing er in der ZSVA der Klinikum Magdeburg gGmbH an und absolvierte den Lehrgang „Fachkunde 1 Technischer Sterilisationsassistent“.

17 Mitarbeiter der Zentralsterilisation sind für die fachgerechte Aufbereitung aller wiederverwendbaren Medizinprodukte (Instrumente und Zubehörteile) im Klinikum zuständig.
„Ohne diese Abteilung könnte kein Patient im Klinikum operiert und kaum einer behandelt werden“, sagt Sven Weingarte. Alle Instrumente – ob benutzt oder nicht – werden nach einer Anwendung am Patienten direkt zur Zentralsterilisation gebracht und einem kompletten Aufbereitungsprozess unterzogen. Die Annahme, Reinigung, Desinfektion, Pflege/Kontrolle der OP-Instrumente, abschließenden Sterilisation und Ausgabe erfolgt nach dem Prinzip einer Einbahnstraße.
Rund 1500 Mal laufen die großen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten und mindestens 500 Mal die Sterilisatoren im Monat. Nach standardisierten Verfahren wird gereinigt, desinfiziert und sterilisiert, wird entsprechend exakter Herstellerangaben aufbereitet und alles EDV überwacht.

Jedes der über 100.000 verschiedenen Instrumente, die im Klinikum verwendet werden, ist im Instrumenten-Management-EDV-System erfasst. „Das erleichtert die Arbeit“, sagt Sven Weingarte, „ersetzt jedoch nicht Verantwortung, Akribie und Können jedes einzelnen Mitarbeiters.“
Außerdem sollte man handwerklich begabt sein. „Schließlich müssen auch bestimmte Instrumente laut Herstellerangaben zur Reinigung und Desinfektion in Einzelteile zerlegt werden und im Anschluss wieder zusammengebaut werden“, erklärt der 38-Jährige, dem hierbei seine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker zu Gute kommt. 

Instrumente werden immer filigraner

Die Zeiten, dass sozusagen nur Skalpelle und Grundinstrumente  im OP zum Einsatz kamen, sind längst vorbei. „Modernste Techniken, die in der minimalinvasiven Chirurgie oder bei Roboterunterstützten da-Vinci-Operationen eingesetzt werden, stellen uns jeden Tag vor neuen Herausforderungen“, berichtet Sven Weingarte. „Die Instrumente werden immer filigraner und das Aufgabengebiet umfangreicher“, sagt der technische Sterilisationsassistent. Da die Anforderungen an sterile Medizingeräten und Instrumente heute wesentlich höher sind als noch vor einiger Zeit, ist die Tätigkeit in ihrer Vielfalt enorm gewachsen und sehr abwechslungsreich.

„Es war mein jugendlicher Leichtsinn“, sagt Sven Weingarte heute, dass er 2009 das Haus verließ. Damals spielten private Gründe in die Entscheidung rein, aber auch das Streben nach mehr. Also nahm er im Schönebecker Krankenhaus eine Stelle an. „Aber in einem kleinen Team wie wir es dort hatten, sind deinem Wirken Grenzen gesetzt“, sagt er. Die Perspektiven waren für den Mann gleich Null. 
2018 entschied sich Sven Weingarte nach Magdeburg in das kommunale Haus zurückzukehren. Der 38-Jährige absolvierte in der Zwischenzeit den Fachkunde-2-Lehrgang als Technischer Sterilisationsassistent und wurde nach kurzer Einarbeitungszeit als stellvertretene Leitung der Zentralsterilisation am Klinikum Magdeburg g GmbH eingesetzt. „Das ist ein sehr verantwortungsvolles Aufgabengebiet“, sagt Sven Weingarte und ergänzt: „Die Leitungstätigkeit spornt mich an.“ Deshalb schätzt er beispielsweise seine Chefin, „sie lässt mir Spielraum, so dass ich auch eigene Ideen entwickeln und in Absprachen umsetzen kann“. 

Der Antrieb, sich weiterzuentwickeln, ist bei Sven Weingarte nach wie vor stark ausgeprägt. „Ich habe mich im Frühjahr 2020 für den Ergänzungslehrgang Endoskopie der DGSV, für die Prozessvalidierung bei der Aufbereitung von Medizinprodukten und den mehrjährigen  Managementlehrgang Leiter/in einer ZSVA angemeldet“, sagt er voller Stolz.

Auch wenn Sven Weingarte es zwischenzeitlich kurz bereut hat, dass er das Klinikum Magdeburg verlassen hat, so hat dieser Schritt jetzt ein Gutes: „Ich weiß es zu schätzen, was ich hier in nur kurzer Zeit im Klinikum Magdeburg erreicht habe.“ Aus seiner Sicht ist es ein Klinikum, das ihm eine Ausbildung als Leitung einer Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte ermöglicht und „mir meine heutige Vision, eines Tages Leitung einer ZSVA zu werden, erfüllen kann“. Deshalb kann der 38-Jährige mit ruhigen Gewissen sagen: „Ich komme mit einem sehr guten Gefühl zur Arbeit.“

Stand: Juni 2020

Kontakt

Frau Diplom-Journalistin Kathleen Radunsky-Neumann
Unternehmenskommunikation

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