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Deformitäten

Skoliose (ideopatisch, neuromuskulär, angeboren)

Bei der Entscheidung, ob eine Skoliose konservativ behandelt werden ksnn oder operativ versorgt werden soll, sind unter mehreren Parameter zu berücksichtigen:

  • Genese der Skoliose und Begleiterkrankungen
  • Alter bei Erkrankungsbeginn und Progressionsrate
  • radiologisches Erscheinungsbild
  • Klassifikation der Skoliose

 "Skoliose" als Wort ist abgeleitet worden aus dem altgriechischen Wort skolios ("krumm") und bezeichnet eine dreidimensionale Krümmung der Wirbelsäule. Per Definition bezeichnet man eine Deformität erst von 10° oder mehr in der Frontalebene.


Klassifikation

Skoliosen können klassifiziert werden in Abhängigkeit von ihrer Genese, der Lokalisation, dem Schweregrad und dem Alter der Patientin.

Man unterscheidet idiopathische Skoliosen von nicht idiopathischen sekundären Skoliosen. Nicht idiopathische Skoliosen haben neurologische, muskuläre oder mesenchymale Ursachen oder es liegen knöcherne Fehlbildungen oder Fehlfunktionen zugrunde.


Was passiert bei der Skoliose?

Bei einer Skoliose krümmt sich nicht nur das seitliche Wirbelsäulenprofil, sondern auch das vordere Wirbelsäulenprofil. Dadurch zeigen die Wirbelkörperfortsätze (Dornfortsatz) vor allem am Scheitel der Skoliose nach innen - also von der Wölbung weg.

Durch eine unterschiedlich starke Rotation entstehen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern Spannungs- und Druckkräfte. Infolgedessen hat der Wirbelknochen auch eine in sich verzogene Knochenstruktur (torquiert): Auf der nach außen gewölbten Seite ist der Wirbelkörper höher als auf der nach innen zeigenden Seite. Gleiches gilt für die Bandscheiben zwischen den Wirbelknochen. Daraus resultiert ein dauerhaft bestehender Schiefwuchs. Diese verdrehte und krumme Wirbelsäule bezeichnen Experten auch als Torsionsskoliose.


Wie häufig tritt eine Skoliose auf?

Die Daten zur Häufigkeit des Auftretens der Erkrankung unterliegen in der Literatur einer großen Schwankungsbreite zwischen 1% und 15%. Grund dafür sind die unterschiedlichen Kriterien der jeweiligen Untersucher bzgl. des kleinsten als pathologisch anzunehmenden Krümmungswinkels. Heute gelten 10° als Mindestwinkel für die Diagnosestellung einer Skoliose. Übereinstimmenden Angaben großer Schuluntersuchungen zufolge wird die Häufigkeit eines Krümmungswinkels > 10° mit ca. 2% angegeben. Generell gilt, dass leichte Skoliosen mit kleineren Winkelgraden deutlich häufiger auftreten als höhergradige oder gar operativ behandlungsbedürftige Skoliosen.


Wäre eine konservative Behandlung möglich?

Die Korsettbehandlung wird bei den Skoliosen (zwischen 10° und 40° nach Cobb)  angewandt. Oft kommt es auch anfangs trotz Korsett zu einer Verschlechterung der Skoliose, so daß die Bereitschaft, das Korsett zu tragen, zusätzlich abnimmt. Ein Skoliosekorsett wird aus leichtem Kunststoff hergestellt und nach einem Gipsmodell des Körpers angefertigt. Je nach Veränderung der Skoliose muss etwa einmal pro Jahr ein neues angepasst werden. Das Korsett muss Tag und Nacht für 23 Stunden getragen werden. Es wird nur während der täglichen Körperpflege für eine Stunde abgelegt.

Bei einer Verkrümmung der Wirbelsäule um mehr als 45° – 50° ist eine Operation in der Regel die beste Behandlungsmethode.

Der ideale Operationszeitpunkt liegt kurz vor Wachstumsabschluss. Die Operation sollte aber auch im jüngeren Alter durchgeführt werden, wenn die Krümmung 45° und mehr beträgt und ein weiteres Fortschreiten der Verkrümmung zu erwarten ist. Unbehandelte Skoliosen führen, durch Brustkorbdeformierungen zu Lungenfunktionsstörungen mit nachfolgender Einschränkung der Herzfunktion. Die Lebenserwartung kann herabgesetzt sein

  • Kyphosen
  • Morbus Bechterew, DISCH-Syndrom
  • Sagittale Imbalance

Kontakt

Orthopädie

Frau Janine Schlicke
Chefsekretärin der Klinik für Orthopädie

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