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Bandscheibenvorfall der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule

Mikrochirurgische assistierte perkutane Dekompression und Nukleotomie die mikrochirurgische Technik ist heute als “Goldstandard” gilt, deren Vorteile liegen in der geringen Größe des Zuganges und in der sehr guten mikroskopisch bedingten Visualisation des OP-Gebietes.

Bei unserem minimalem Zugangstrauma ist eine optimale Visualisierung des Op-Gebietes in dreidimensionaler Darstellungsweise zu erreichen, die die operative Versorgung jeder Art des lumbalen Banscheibenvorfalles ohne qualitative Abstriche ermöglicht. 


Operationstechnik

Der Zugang zur dorsalen Wirbelsäule erfolgt zumeist in Bauchlage, seltener in Seitlage. Im seitlichen Strahlengang wird unter Durchleuchtung die exakte Höhenlokalisation vorgenommen. Dann wird ein ca. 1.5 cm großer Hautschnitt etwa 2-2.5 cm paramedian angelegt und Fascie sowie die paraspinale Muskulatur schrittweise mittels Dilatatoren aufgedehnt, bis das Einbringen des Arbeitskanals möglich ist. Ein Außengewinde ermöglicht ein sanftes “Einschrauben” in die aufbougierte paravertebrale Muskulatur. Der Arbeitskanal (Fa. Königsee-Implantate, Königsee/Thüringen, Deutschland) steht in drei unterschiedlichen Längenausführungen zur Verfügung (45, 55 und 65 mm). Der Innendurchmesser misst 9 mm, der Außendurchmesser 11 mm. Zudem ist er mit einem abnehmbaren Handgriff versehen, der eine befundentsprechende Ausrichtung ermöglicht. Alle weiteren Operationsschritte erfolgen über den Arbeitskanal.

In allen Wirbelsäulenabschnitte stellt der Unterrand des oberen segmentbezogenen Wirbelbogens eine gute anatomische Orientierung dar. Unter Zuhilfenahme des Operationsmikroskops wird das interlaminäre Fenster dargestellt. Nach stumpfer Spaltung des Lig. flavum kann dieses entsprechend der Notwendigkeit im einfachsten Fall bei Entfernung eines freien Sequesters nur geschlitzt oder bei entsprechenden Hypertrophien mit konsekutiver Spinalkanalstenosierung auch weit reseziert werden. Die Beseitigung knöcherner Einengungen wie bei Recessusstenosen ist auf diesem Weg ebenfalls unproblematisch möglich, ebenso wie Unterschneidungen des Wirbelbogens bis hin zur Gegenseite. Insgesamt richtet sich das weitere Vorgehen nach Eröffnung des Spinalkanals nach Indikation und Befund: Entfernung von freien Bandscheibensequestern Nukleotomien, Radikulysen, Erweiterung der Neuroforamina, Flavumresektionen bei Flavumhypertrophien sowie knöcherne Dekompressionen bei Recessusstenosen oder zentralen Stenosierungen. Weiterhin ist über diesen Weg der Zugang nach intradural möglich.

Kontakt

Orthopädie

Frau Janine Schlicke
Chefsekretärin des Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie

0391 79152010391 7915203

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