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Psychotherapie

stationärer Bereich mit regulär 40 Betten und 10 tagesklinischen Plätzen

Hier werden insbesondere Patienten mit neurotischen Störungen, Belastungsreaktionen und somatoformen Erkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen aller Art behandelt. Der therapeutische Schwerpunkt liegt auf einem integrativen psychotherapeutischen Konzept (vorwiegend verhaltenstherapeutisch, aber auch tiefenpsychologisch oder systemisch orientiert), welches eine medikamentöse Behandlung nicht ausschließt.

Das multiprofessionelle Team des Bereichs erstellt für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan, so dass auch eine inhomogene Belegung möglich ist. Störungsspezifische Angebote sind für Patienten mit  (1) Depression, Angst und Zwangsstörungen, (2)  Persönlichkeitsstörungen (3), zur Krisenintervention mit Fokalpsychotherapie, (4) psychosomatischen Störungen, Somatisierungsstörung oder Schmerzsyndrom vorgesehen. Die Aufnahme der Patienten erfolgt kontinuierlich, die Therapiegruppen tragen je nach Angebot offenen oder geschlossenen Charakter. Auch die Dauer der Behandlung richtet sich nach den individuellen Erfordernissen des Patienten in Abhängigkeit vom Störungsbild. Der psychotherapeutische Bereich nimmt im Altbestand die komplette Ebene 3 ein. 

 

In dem Bereich ist eine Mutter-Kind-Einheit mit Rooming-In (C 3.1.2)integriert für die Behandlung psychisch kranker Mütter oder Väter mit einer psychischen Störung nach der Geburt, wenn aufgrund der elterlichen Erkrankung eine Beziehungsstörung zum 0 – 4 Jahre alten Kind besteht (rd. 5 Plätze). Neben den herkömmlichen Therapieverfahren kommen spezialisierte Psychotherapien zur Anwendung, welche der Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion (z.B. Videointerventionstherapie) dienen. Die Aufnahme erfolgt nach einem Vorgespräch mit der verantwortlichen psychologischen Psychotherapeutin oder dem zuständigen Oberarzt in der zugehörigen Vorschaltambulanz. Die Zuweisung von Patienten erfolgt über ambulant tätige Nervenärzte, ärztliche und psychologische Psychotherapeuten nach vorheriger Absprache mit den Therapeuten.

Die Mutter-Kind-Einheit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und die Eltern-Kind-Station der Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Kindes- und Jugendalters der Otto-von-Guericke-Universität bilden zusammen das Zentrum für seelische Familiengesundheit. Es gewährleistet betroffenen Familien eine qualifizierte Diagnostik durch beide Fachrichtungen und nachfolgende eine gezielte Weiterbehandlung in dem Setting, welches den Erfordernissen der Betroffenen am nächsten kommt. Familien, Eltern und Kinder mit psychischen Beeinträchtigungen können somit parallel erwachsenen- und kinder- und jugendpsychiatrisch und psychotherapeutisch von einem einheitlichen Therapeutenteam behandelt werden.

Weiterhin gibt es in dem Bereich seit Frühjahr 2014 ein Trauma-Psychotherapiezentrum(TPZ-MD) zur intensiven psychotherapeutischen Behandlung von schwer traumatisierten Patienten (rd. 5 Plätze). Die Zuweisung erfolgt durch ambulant tätige ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Nervenärzte oder Hausärzte nach vorheriger Absprache mit den Therapeuten. Weiterhin werden Patienten im Rahmen des Schwerstverletztenartenverfahrens über das regionale Traumazentrum der unfallchirurgischen Klinik aufgenommen.


Darum geht es: Lebensbedrohliche Ereignisse können jeden treffen. Mitunter führen sie zu schweren psychischen Störungen. Die betroffenen Menschen leiden unter dem wiederholten Nacherleben des Traumas durch sich aufdrängende Erinnerungen oder in Alpträumen, meist einhergehend mit akuten Ausbrüchen von Angst, Panik oder Aggressionen. Gewöhnlich tritt ein Zustand vegetativer Übererregtheit, eine übermäßige Schreckhaftigkeit und Schlaflosigkeit auf, hinzukommen häufig körperliche Symptome wie Atemnot, Herzrasen, Übelkeit und Schmerzen. Oft wird die Störung falsch diagnostiziert und behandelt, da sie mit Ängsten oder Depressionen einhergehen kann.

Viele Patienten versuchen die Störung mit Alkohol oder Drogen selbst zu heilen, sodass der Besuch beim Experten in der Regel zu spät erfolgt und die Erkrankung einen ungünstigen Verlauf nimmt.

Traumaspezifische therapeutische Angebote sind in der Region bislang kaum vorhanden. In unserer Klinik wurde ein Konzept entwickelt, das Betroffenen eine angemessene Therapie ermöglicht. In einem stationären Umfeld werden die Patienten von einem multidisziplinären Expertenteam betreut. Das strukturierte Behandlungsprogramm bietet einen geschützten Rahmen, in dem sich die Patienten intensiv mit ihrem traumatisierenden Ereignis auseinandersetzen können. Nach einer Einführungs- und Stabilisierungsphase liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf der seelischen Verarbeitung des Traumas. Abgerundet wird das Therapieprogramm durch kunst-, körper- und achtsamkeitsbasierte Behandlungsstrategien.

Kontakt

Psychatrie und Psychotherapie

Frau Ute Reppin
Chefsekretärin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

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