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Studie vergleicht die Ergebnisqualität

„Klinische Daten sind für die Krebserforschung wichtig. Klinische Daten mit Informationen zu verbinden, wie es dem Patienten eigentlich geht, ist das, was die Wissenschaft benötigt. Genau das tun wir mit der PCO-Studie.“ Das sagt Dr. Johannes Bruns, DKG-Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft.
Die Deutsche Krebsgesellschaft ist einer der Initiatoren der PCO-Studie.
In dieser Studie werden die Behandlungsergebnisse der Patienten miteinander verglichen. Beteiligt sind Kliniken und Prostatakrebszentren aus dem In- und Ausland.
Erstmalig wird in dieser Bandbreite und weltweit das Behandlungsergebnis – von den Patienten selbst berichtet – verglichen.

Warum wird diese Studie durchgeführt?

Prostatakrebs ist bei Männern in Deutschland die häufigste Krebsart. Die Behandlungsergebnisse unterscheiden sich in Krankenhäusern im In- und Ausland teilweise deutlich. In dieser Studie werden die Behandlungsergebnisse aller teilnehmenden Kliniken im In- und Ausland auf der Basis identischer Messgrößen miteinander verglichen.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Patienten mit lokal begrenztem bzw. lokal behandeltem Prostatakarzinom können teilnehmen. Die Liste der teilnehmenden von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Prostatakrebszentren ist unter www.pco-study.com einsehbar.

Was geschieht mit den Daten?

Die Daten werden pseudonymisiert und von der Deutschen Krebsgesellschaft, OnkoZert und den internationalen Partnern (University of California, Los Angeles und Monash University, Melbourne) ausgewertet. Pseudonymisiert bedeutet, dass die Auswertenden nicht wissen, welcher Patient sich hinter welchen Daten verbirgt. Es sind keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich.

Welchen Nutzen habe ich von der Teilnahme an der Studie?

Die Teilnahme an dieser Studie trägt zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit einem Prostatakarzinom bei.

Initiatoren

Initiatoren der Studie

  • Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
  • der Förderverein Hilfe bei Prostatakrebs e.V.
  • die Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
  • die Movember Foundation
  • die OnkoZert GmbH
  • die beteiligten Prostatakrebszentren.

Finanzierung

Die Finanzierung der Studie erfolgt über private Spenden ohne Beteiligung von Medizingeräte- oder Arzneimittelherstellern.

Ziel

Ziel der seit Juli 2016 laufenden Studie ist es, die Ergebnisqualität nach der Behandlung des Prostatakarzinoms zu bewerten. Dazu verknüpft sie klinische Datensätze mit Patientenbefragungsdaten.

Das ist die erste Studie, die in dieser Tiefe und so deutlich Patientendaten erhebt. Es wird nicht nur der medizinische Horizont abgebildet. Auch der Patient wird individuell nach seinen Befindlichkeiten nach der Therapie und das in einer großen Tiefe abgefragt. Dafür werden die Patienten bereits vor der Therapie, währenddessen und Jahre danach befragt.

Was passiert in der PCO-Studie?

In der PCO-Studie wird erstmalig die Lebensqualität von Patienten mit Prostatakarzinom mit einem weltweit einheitlichen Patientenfragebogen gemessen.

Das „Prostate Cancer Outcomes“ Projekt will dazu beitragen, die physische und psychische Gesundheit von Männern, die wegen eines lokalen Prostatakarzinoms behandelt werden, zu verbessern. In diesem Projekt sollen in Kliniken aus einer Vielzahl von Ländern systematisch klinische und patientenseitig berichtete Endpunkte (sog. „Patient Reported Outcomes – PROs“) zum lokal begrenzten Prostatakarzinom gemessen und (anonym) verglichen werden. Dabei nutzen alle teilnehmenden Kliniken prospektiv einen einheitlichen Datensatz, der zur Messung der patientenseitig berichteten Endpunkte den „EPIC-26“, einen international etablierten Fragebogen zur Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, beinhaltet. Darüber hinaus werden weitere Variablen gemessen, die diese Endpunkte beeinflussen können. Diese Variablen werden annähernd vollständig bereits im Rahmen der DKG-Zertifizierung von den Zentren berichtet. Neben dem Wissenstransfer zwischen den teilnehmenden Zentren geht es auch um die Verbreitung dieses Wissens über diesen Kreis hinaus.

Aktuell beteiligen sich neben deutschen Kliniken ausgesuchte (Spitzen-) Zentren aus Australien, den USA, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Finnland, den Niederlanden und weiteren Ländern an der Studie.

Kontakt

Urologie und Kinderurologie

Frau Cornelia Huhn
Chefsekretärin der Klinik für Urologie und Kinderurologie

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