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Institut für Pathologie

Das Institut für den Dienst am lebenden Patienten

Die Pathologie ist die Lehre von den Krankheiten. Sie ist eines der wenigen ganzheitlichen medizinischen Fachgebiete, die den Menschen von Kopf bis Fuß erfasst und damit jedes andere Fachgebiet unterstützt.

Die breite Öffentlichkeit, aber auch sehr viele ärztliche Kollegen, verbinden auch heute noch mit der Pathologie Leichen und Sektionen. Kaum ein Patient weiß, dass seine Prognose und Therapie wesentlich von der Diagnose des Pathologen mitbestimmt wird. So wird zum Beispiel jede Krebsdiagnose in Deutschland von einem Pathologen gestellt! Es kommt nicht selten vor, dass ernste krankhafte Veränderungen in Gewebeproben erst durch das Mikroskop, das Auge des Pathologen, entdeckt werden.

Der Pathologe ist maßgeblich an der Krebsfrühdiagnostik beteiligt und trägt dazu bei, Krankheiten in einem früheren Stadium zu erkennen. In vielen Fällen können so Krebsvorstufen durch einen vergleichsweise kleinen Eingriff beseitigt werden.

Langfristig ist an die Entwicklung einer individuellen Therapie, abhängig von der genetischen Konstellation jedes einzelnen Patienten und jeder speziellen Erkrankung zu denken. Grundlage dafür sind speziell für diesen Zweck entnommene und asservierte Gewebeproben z.B. aus malignen Tumoren, die auch in naher Zukunft zusätzlichen, neuen Untersuchungen zur Verfügung stehen.

Die Obduktionen nehmen im Vergleich zur Diagnostik am lebenden Menschen einen deutlich geringeren Teil der Arbeit des Pathologen ein. Dennoch sind sie unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen, qualitätsgesicherten Medizin. Obduktionen werden durchgeführt, um Grund- und Folgeerkrankungen sowie unklare Todesursachen feststellen zu können. Darüber hinaus ermöglichen sie die Überprüfung diagnostischer und therapeutischer Verfahren und ermöglichen so eine wichtige Rückkopplung mit den zuletzt behandelnden Ärzten.

Karsten Hellwig

Leitung

Pathologie

Herr Dr. med. Karsten Hellwig
Chefarzt des Instituts für Pathologie

0391 79148010391 7914803


Methoden

Die Methode der Patho-histologischen Diagnostik

Die diagnostische Bewertung von Geweben aus operativen und nicht-operativen medizinischen Fächern ist ein wesentlicher Bestandteil der Krankenversorgung. Es werden Operationspräparate, Biopsien sowie Ausstrich- und Abstrichzytologien (Zellpräparate) untersucht und beurteilt. Die morphologische Diagnostik erfolgt dabei nach den von der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vorgegebenen Qualitätsnormen.

Die Methode der klinischen Obduktion

Die Obduktion, im Prinzip eine große Operation des Verstorbenen, dient der Qualitätskontrolle der klinischen Diagnostik und Therapie, der Feststellung klinisch unbekannt gebliebener Leiden sowie der definitiven Festlegung der Todesursache. Der Pathologe schafft durch die Obduktion einerseits Klarheit über die Grundkrankheit, begleitende Erkrankungen und die Todesursache und bringt andererseits Sicherheit für Angehörige und Ärzte.

Die Medizin des 21. Jahrhunderts geht inzwischen weit über die rein morphologische Diagnose hinaus. Eine moderne Therapie erfordert im Vorfeld eine moderne Diagnostik. So sind immunhistologische Zusatzuntersuchungen, die Hormonrezeptoranalyse und nicht zuletzt Untersuchungen auf „molekularer Ebene“ ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit des Pathologen.

Kontakt

Pathologie

Frau Petra Behne
Sekretärin des Instituts für Pathologie

0391 79148010391 7914803

Standort

Gebäude H, Ebene 0
Institut für Pathologie

Qualitätssicherung

Klinisch-pathologische Konferenzen

Als fester Bestandteil der interdisziplinären Zusammenarbeit werden regelmäßig klinisch-pathologische Konferenzen durchgeführt, die zur Diskussion aktueller Patienten sowie zur Aufarbeitung interessanter Fälle im Sinne der Fortbildung und Qualitätskontrolle beitragen.

Organzentren

Wir sind Kooperationspartner im Brustzentrum, im Darmzentrum und im Onkologischen Zentrum des Klinikums Magdeburg und Kooperationspartner im Mammographie-Screening der Screeningeinheit Sachsen-Anhalt West.

Zusammenarbeit mit Referenzzentren

Seltene oder spezielle Diagnosen müssen durch Spezialisten bestätigt werden, dafür gibt es in Deutschland verschiedene Referenzzentren, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Neben einer Sicherung der Diagnose dienen sie einer statistischen Erfassung seltener Krankheiten. In den Referenzzentren kommen hochspezialisierte Methoden zum Einsatz und es sind oft weiterführende Untersuchungen möglich, die in peripheren Einrichtungen nicht zu erbringen sind. Nicht zuletzt werden in den Referenzzentren seltene Tumorentitäten aus ganz Deutschland zusammengetragen und in Tumorregistern gesammelt.

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