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42 Azubis starten ihr Berufsleben

01.09.2020
Hier sind einige unserer frischen Auszubildenden zu sehen, die den Beruf der/des Pflegefachfrau/-mann erlernen.

Diese Zahl kann sich sehen lassen: 42 Frauen und Männer starten ihr Berufsleben mit einer Ausbildung am Klinikum Magdeburg. So viele Azubis auf einen Schlag hat es in der Geschichte des Krankenhauses in Olvenstedt noch nicht gegeben. „Bislang hatten wir jährlich 24 Ausbildungsplätze in der Pflege zur Verfügung, dabei sind 12 im März und weitere 12 Azubis im September gestartet“, blickt Grit Zwernemann, Pflegedirektorin des Klinikums Magdeburg, zurück. 2020 ist alles anders: Dank dem neuen Pflegeberufegesetz und der geänderten Ausbildungsfinanzierung in der Pflege konnte die Platzzahl erhöht werden.

So haben allein im August fünf Frauen und Männer die Ausbildung zum medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) begonnen und am 1. September starten 20 künftige Pflegefrauen und –männer sowie sechs künftige operationstechnische Assistenten (OTA) ihre Lehrjahre am Klinikum Magdeburg. Zu diesen meist noch jungen Menschen gesellen sich außerdem elf Frauen und Männer, die bislang als Pflegehelfer am Klinikum Magdeburg gearbeitet haben und sich nun ab dem 1. September zu Pflegefachfrauen- und –männern weiterqualifizieren. „Wir haben also parallel die Möglichkeit ergriffen, dank des neuen Pflegeberufegesetzes unsere Mitarbeiter, die bislang als Pflegehelfer bei uns tätig sind, so in Ausbildung zu bringen. So werden die einstigen Pflegehelfer während der Ausbildung nicht finanziell schlechter gestellt, nennt sie den Vorteil. Und so kommt es eben, dass unter den meist 16- bis 20-jährigen Auszubildenden ab September auch Azubis lernen werden, die bereits 50 Jahre alt sind. „Dazu muss man Mut haben, einerseits des Alters wegen und andererseits haben die meisten Pflegehelfer bereits ein oder zwei Ausbildungen hinter sich“, berichtet die Pflegedirektorin.

Sie ist sichtlich stolz auf die nicht zu verachtende Zahl an Azubis. Natürlich hofft sie hierbei auch auf eine „große Ausbeute“ am Ende der Ausbildung. „Der Pflegemarkt war nie so dünn wie heute“, verrät sie kein Geheimnis. Das betrifft nicht nur die klassischen Pflegekräfte auf Station. Für den OP werden beispielsweise nun zum zweiten Mal OTA im Klinikum Magdeburg ausgebildet – nicht ohne Grund. Und bei den Radiologieassistenten (MTRA) rechnet die Pflegedirektorin mit rund 25 Prozent Schwund allein durch Renteneintritte in den kommenden Jahren.

„Viele Branchen kämpfen um Fachkräfte“, sagt sie. Heute erhalten Auszubildende am Klinikum Magdeburg bereits im zweiten Lehrjahr einen Vorvertrag. „Das ist ein Richtungswechsel um 360 Grad“, schätzt sie ein. Ähnlich verhält es sich mit den Bewerberzahlen. Früher habe es mehr als 1000 Bewerbungen allein im Pflegebereich gegeben.

Ist der Pflegeberuf nicht mehr attraktiv? Im Krankenhaus sind die Mitarbeiter*innen 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche für die Patienten und die Versorgung verantwortlich. „Das bedeutet eben das Arbeiten in drei Schichten“, nennt Grit Zwernemann die Realität beim Namen. Gleichzeitig, und da gerät sie ins Schwärmen, ist der Pflegeberuf hoch komplex. Sicherlich ist er psychisch und physisch anstrengend. Dafür sei die Arbeit im Krankenhaus nicht eintönig, denn jeder Tag, jeder Patient ist anders. „Man erlebt viel Wertschätzung, glückliche Momente und auch traurige Momente“, sagt sie und hebt gleichzeitig die Qualifizierungsmöglichkeiten hervor. „Außerdem sind wir im Klinikum Magdeburg super ausgestattet von Technik, Materialien und Unterstützung durch Kollegen“, zählt  sie weitere Vorteile des Pflegeberufs im Allgemeinen und im Klinikum Magdeburg als Arbeitsort im Speziellen auf.

Wenngleich die Bewerberzahlen stark zurückgegangen sind, ein Auswahlprozess findet nach wie vor statt. „Es muss aus der Bewerbung heraus erkennbar sein, dass sich die Bewerber ein wenig mit dem Beruf auseinandergesetzt haben“, sagt Grit Zwernemann. Auch Praktikumserfahrungen sind ein Vorteil. „Nur so erfahren die meist jungen Menschen, was es heißt, einen Menschen in seiner Einschränkung zu unterstützen.“

Kontakt

Frau Diplom-Journalistin Kathleen Radunsky-Neumann
Unternehmenskommunikation

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