Begleitdienst absolviert „Patienten-Führerschein“
Rundum-Schulung für den Notfall gestartet
20.10.2025

Wer Patientinnen und Patienten im Klinikum von A nach B bringt, kann jetzt dafür eigens einen Führerschein machen. Entwickelt wurde dieses Angebot von Pflegefachperson Andrea Boek, die im Klinikum u.a. für die Reanimation-Schulungen und die Pflegeintegration zuständig ist. „Keine Sorge, wir haben jetzt auf den Fluren des Klinikums nicht die Straßenverkehrsordnung eingeführt. Aber wir wollen, dass der Patienten-Begleitdienst weiß, was er im Notfall wie zu tun hat“, erklärt sie die Idee des Patientenführerscheins.
In gut acht Stunden paukten die Kolleginnen und Kollegen an zwei Tagen alles, was auf der Fahrt mit einem Patienten im Haus passieren kann. Damit soll gewährleistet sein, dass im Ernstfall klar ist, welche Handgriffe zuerst getan werden müssen. Was etwa tun, wenn ein Patient plötzlich einen Krampfanfall erleidet? Oder Luftnot bekommt? Und wie noch mal handeln bei einem Herzstillstand?
„Die hatten richtig Lust und waren mit vollem Einsatz dabei“, sagt Boek. Neben praktischen pflegerischen Anleitungen gab es auch Infos über den rechtlichen Rahmen, in dem sich der Patientenbegleitdienst bewegt. Welche Rechte hat der Patient? Wie umgehen mit Informationen und Daten des Patienten?
Nicht weniger wichtig sind Fähigkeiten, die eher in das Psychologische gehen. Wie gehe ich z.B. mit einem Patienten um, der aggressiv wird? Oder einem, der plötzlich eine Angst-Attacke bekommt? Aktives Zuhören, das Beachten nonverbaler Signale beim Patienten und die gezielte Anwendung von Deeskalationstechniken waren deshalb ebenso Themen der Schulung wie das Setzen von eigenen Grenzen.
Am Ende legten die Teilnehmenden dann sogar noch eine Abschlussprüfung ab, die alle erfolgreich bestanden haben.
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