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Klinikum Magdeburg beteiligt sich an „Aktionstag gegen den Schmerz“

25.05.2020

Rund 15 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen. Hilfe können diese Menschen in speziellen Schmerztherapien erhalten. Eine Abteilung allein für die Schmerztherapie hält beispielsweise das Klinikum Magdeburg vor. 2016 wurde diese aus der Taufe gehoben. Inzwischen hat sie sich nicht nur in Magdeburg, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus etabliert. Die zehn Betten der Station sind in der Regel voll ausgelastet. Behandelt werden hier Patienten mit chronischen Schmerzen unterschiedlichster Art.
Nun findet am 2. Juni 2020 traditionell der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt. Für gewöhnlich werden verschiedene Veranstaltungen organisiert. In der aktuellen Coronavirus-Zeit ist das nicht möglich. Deshalb hat die Deutsche Schmerzgesellschaft in diesem Jahr ausschließlich und dafür mehr Telefonaktionen geplant. An dieser Hotline beteiligt sich auch Dr. med. Sabine Lilienblum, die als Oberärztin für Schmerztherapie die entsprechende Abteilung am Klinikum Magdeburg leitet.
„Der Schmerz ist inzwischen eine Volkskrankheit wie Diabetes und Bluthochdruck“, schätzt sie ein. Rund 80 Prozent seien Rückenschmerzen. Gelenkverschleiß und das sogenannte Weichteilrheuma Fibromyalgie gehören genauso zu den Erkrankungen, die zu chronischen Schmerzen führen. Aus Erfahrung weiß Dr. Sabine Lilienblum, dass chronische Schmerzen für die Betroffenen viel Lebensqualität kosten. Das ist der Ansatz ihrer multimodalen Therapie. Neben Psychologen und Therapeuten aus den Bereichen Physiotherapie, Kunst, Musik und Ergotherapie gehören fünf Pflegekräfte und eine Stationsassistentin zum Team der Schmerzstation. Bei der Telefonaktion am „Tag gegen den Schmerz“ wird sie Patienten über Therapieansätze und verschiedene Angebote informieren. „Für die Betroffenen ist auch wichtig zu erfahren, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit die Krankenkasse eine solche Therapie im Krankenhaus übernimmt“, nennt sie ein weiteres Beispiel.
Worum geht es in der Therapie? Chronifizierte Schmerzen gehen oft einher mit Inaktivität und dem sozialen Rückzug. Das heißt, hier benötigen die Frauen und Männer „leichte Stupser in die richtige Richtung“ – Motivation spielt also eine große Rolle. Wichtig ist auch, dass die Betroffenen meist nicht mehr so viele Medikamente nehmen wollen. „Deshalb gehören alternative Methoden zu unserem Konzept wie Akupunktur und Osteopathie“, sagt sie.
Wie in der klassischen Schulmedizin gibt es auch in der alternativen immer wieder Entwicklungen und neue Erkenntnisse. So wird die Schmerztherapie am Klinikum Magdeburg nun durch das Thema Ernährung ergänzt. „Bei uns steht die schmerzreduzierende Kost auf dem Speiseplan“, sagt Dr. Lilienblum und nennt die fleischlose Ernährung als ein Beispiel von vielen. Und dann ist man geheilt? Nicht ganz. „Kaum einer unserer Patienten verlässt schmerzfrei das Haus“, gibt die erfahrene Ärztin zu. Das sei aber auch nicht das Ziel. „Unser Ziel ist die Linderung der Schmerzen“, sagt sie klar. Deshalb sei ein Baustein der Therapie, dass die Patienten verschiedene Dinge ausprobieren. „Die Betroffenen können bei uns herausfinden, was ihnen auch zuhause im Alltag gut tut“, sagt sie.
Über die verschiedenen Möglichkeiten wird Dr. med. Sabine Lilienblum am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ diesmal telefonisch informieren. Aus ganz Deutschland beteiligen sich Mediziner an der Telefonaktion. In der Regel werden die Betroffenen an einen Arzt aus ihrer Region vermittelt – also auch an Dr. Sabine Lilienblum.

Hotline für Schmerzpatienten: Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 18 18 120 stehen am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ - 2. Juni 2020 - zwischen 9 und 18 Uhr mehrere Dutzend renommierte Schmerzexperten aus ganz Deutschland für Fragen zur Verfügung.

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