Klinikum Magdeburg bleibt auch weiterhin Überregionales Trauma-Zentrum für Schwerverletzte
Höchste Anforderungen an Qualität und Behandlungsprozesse
24.02.2026

Dass das Klinikum Magdeburg auch weiter Überregionales Trauma-Zentrum (ÜTZ) bleibt, haben die beiden Chefärzte Dr. Stephan Singöhl (Notaufnahme) und Priv.-Doz. Dr. Martin Panzica (Unfallchirurgie) nun schriftlich. Per Zertifikat gab es jetzt die Genehmigung, mindestens bis Juni 2028 als ÜTZ arbeiten zu dürfen. Dann wird im Rahmen der turnusmäßigen Re-Auditierung erneut geprüft, ob das Klinikum alle dafür vorgesehenen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. weiterhin erfüllt. Solche Prüfungen finden obligatorisch alle drei Jahre statt, um die Qualität in der Schwerverletztenversorgung zu sichern. Das Klinikum Magdeburg leistet die zertifizierte Schwerverletzenversorgung auf höchstem Niveau bereits seit der Erstzertifizierung als ÜTZ im Jahre 2016.
„Wir sehen das Zertifikat als große Auszeichnung für unsere Arbeit, die wir als Team im Klinikum Magdeburg leisten“, sagt Priv.-Doz. Dr. Panzica stellvertretend für alle an der Traumaversorgung beteiligten Disziplinen. Sein Kollege Dr. Singöhl ergänzt: „In der Tat, ohne diese exzellente interdisziplinäre Teamarbeit als eingespielte Mannschaft wäre so eine hohe Qualität an Notfallmedizin nicht möglich.“ Ziel sei es, die Schwerverletzten ab der ersten Minute im Haus so optimal zu versorgen, dass ein Überleben und langfristig ein weitgehend beschwerdefreies Leben möglich wird.
Dazu muss ein ÜTZ u.a. die Aufnahme von schwerverletzten Patientinnen und Patienten rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche gewährleisten können. Dies wiederum setzt voraus, dass das Krankenhaus jederzeit alle dafür nötigen Geräte und natürlich auch einen qualifizierten Personalschlüssel vorhalten muss. Ein regelmäßiger Austausch/Hospitationen sowie gezielte Weiterbildung für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte sowie dem Pflegepersonal ist ebenso Voraussetzung. „Das alles für den Notfall vorzuhalten, kostet natürlich Geld, aber für die Versorgung der Menschen in der Region sollte das in unserem Gesundheitssystem kein einschränkender Faktor sein“, erklärt Dr. Singöhl. Wie wichtig die Vorhaltung ausreichender Ressourcen für die Schwerverletztenversorgung ist, hatte der Weihnachtsmarkt-Anschlag vom 20. Dezember 2024 gezeigt, bei dem im Klinikum Magdeburg über 70 Verletzte, davon 11 lebensbedrohlich Schwerstverletzte versorgt wurden.
Bundesweit gibt es gerade mal etwas mehr als 100 dieser Überregionalen Trauma-Zentren, die in dem dreistufigen System aus lokalem, regionalem und eben überregionalem Zentrum die höchste traumatologische Versorgungs-Stufe abbilden. Im Jahr 2025 wurden im Klinikum Magdeburg 121 Schwerverletzte, davon 57 Schwerstverletzte versorgt. In diesem Kontext fließen die zu erfassenden Qualitätsparameter der Schwerverletztenversorgung in ein TraumaRegister DGU ein, welches seit 1993 systematisch Daten der zertifizierten Traumazentren erfasst. „Wir können damit sicherstellen, dass Patienten mit schwersten Verletzungen hier nach dem neuesten Stand der Wissenschaft professionell versorgt werden“, so Priv.-Doz. Dr. Panzica.
Darüber hinaus beteiligt sich das Klinikum Magdeburg unter Federführung der Klinik für Unfallchirurgie auch wesentlich an der medinischen Versorgung ukrainischer Kriegsverletzter, die unter akuten oder chronischen Traumafolgen leiden und über das so genannte Kleeblattsystem in entsprechende Kliniken mit vorgehaltener Expertise zur chirurgischen Weiterversorgung verteilt werden.
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