Kooperation mit Hochschule: Mit Exoskeletten den Arbeitsalltag für Pflegefachpersonen entlasten
Klinikum startet innovatives Forschungsprojekt in der Pflege
24.02.2026

Das Klinikum Magdeburg geht neue Wege, um die Arbeitsbedingungen von Pflegefachpersonen nachhaltig zu verbessern: In Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal startet Anfang März 2026 ein EU-gefördertes Forschungsprojekt zum Einsatz von so genannten passiven Exoskeletten in der Pflege. Ziel ist es, praxisnah zu untersuchen, wie diese technischen Unterstützungssysteme Pflegekräfte im Arbeitsalltag entlasten und die körperliche Gesundheit langfristig schützen können.
„Pflege ist längst nicht mehr nur Anwenderin von Forschungsergebnissen. Sie ist natürlich auch Mitgestalterin von Innovation“, sagt Alexandra Kliese, Pflegedienstleitung im Klinikum. „Mit diesem Projekt bringen wir Wissenschaft direkt in die Pflegepraxis und gewinnen Erkenntnisse, die für unseren gesamten Berufsstand von großer Bedeutung sind.“ Die Studie wird mit BionicBack der Firma HelpTech durchgeführt.
Ein Exoskelett ist ein technisches Hilfsmittel, das wie ein Anzug am Rücken und an den Beinen getragen wird. Es wiegt gerade mal so viel wie eine Wasserflasche und unterstützt die Muskulatur beim Heben und Bewegen, ohne die gewohnten Arbeitsabläufe zu beeinträchtigen. Studien zum BionicBack zeigen: Durch den Einsatz können Muskelermüdung um bis zu 86 %, körperliche Belastung um 30 % und Rückenkrümmung um 37 % reduziert werden.
Pflegefachpersonen des Klinikums können sich ab sofort für die Teilnahme melden. Die Studie läuft über drei Monate, in denen die Auswirkungen eines Exoskeletts auf das körperliche Wohlbefinden untersucht werden. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen abgebrochen werden. Alle Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt.
„Wir kommen angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft gar nicht drumherum, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir Arbeitskraft lange aktiv halten können. Da kommt so ein Projekt gerade recht“, erklärt Kliese.
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