SucheMenu

Sie sind ein Paar, arbeiten als Pflegefachpersonen und sind jetzt Eltern geworden – natürlich im Klinikum

Theresse Gorgonio (31) und Joseph Hugo (33) von den Philippinen

06.10.2026

Februar 2023. Theresse Gorgonio (31) und Joseph Hugo (33) setzen sich in ein Flugzeug, das sie nach Deutschland bringt. Hinter sich lassen sie ihre Heimat, ihre Freunde, ihre Familie. Sie wissen, dass sie alles das vermutlich nun Jahre nicht sehen werden. Auf den Tag aber haben sie lange hingearbeitet, über viele Jahre sich auf den Philippinen vorbereitet und Deutsch gelernt. Denn beide sind ausgebildete Pflegefachpersonen, die seit nunmehr drei Jahren im Klinikum Magdeburg arbeiten – und jetzt im Jahre 2026 hier Eltern geworden sind.

Ihre Tochter Alliah Martheena kam vor einem Monat zur Welt – und wie es sich gehört: Die Geburt fand natürlich auch im Klinikum Magdeburg statt. Kann es einen schöneren Vertrauensbeweis für den eigenen Arbeitgeber geben? „Die Kolleginnen und Kollegen in der Geburtshilfe haben uns wahnsinnig toll unterstützt, alle waren sehr hilfsbereit“, erinnert sich Theresse Gorgonio, die nach über 30 Stunden Geburt dann ein 3,5 kg schweres und 51 cm Mädchen zur Welt gebracht hat. Für die Eltern war es die erste Geburt – und entsprechend emotional war der Moment.

Vater Hugo erinnert sich: „Ich habe dann unser Baby in den Arm gelegt bekommen. Das war schon ein wahnsinnig tolles Gefühl. Bislang nur als Ultraschallbild und auf einmal auf dem Arm.“ Für die jungen Eltern, die sich in ihrer Heimat kennengelernt haben und im Klinikum auf der Station der Neurochirurgie arbeiten, geht damit ein wichtiger Schritt in Erfüllung. Jetzt sind sie eine Familie und können ihrer Tochter ein Zuhause bieten.

Als die beiden damals vor drei Jahren am Flughafen in Berlin ankamen, war ihre erste Reaktion: Ganz schön kalt hier, aber es war ja eben auch Winter. Doch der warme Empfang ihrer zukünftigen Kolleginnen und Kollegen in der Ankunftshalle war ein echtes Willkommensgefühl, das sich seither bei ihnen fortgesetzt hat. Kleiner Wehrmutstropfen: Bis jetzt hat die Familie auf den Philippinen den Nachwuchs in Magdeburg nur per Videocall sehen können. Und wann ein Wiedersehen möglich ist, steht noch nicht fest.

„Unsere internationalen Pflegefachkräfte sind ein geschätzter und unverzichtbarer Teil unserer Teams. Die Geschichte der beiden zeigt eindrucksvoll, dass Integration weit über die berufliche Anerkennung hinausgeht. Sie bereichern nicht nur unseren Klinikalltag, sondern sind längst auch Teil unserer Gesellschaft geworden“, sagt Alexandra Kliese, Pflegedienstleitung im Klinikum Magdeburg.

Jetzt heißt es aber noch: Geburtsurkunde beantragen. Das dauert leider gut zwei Monate. Und einen Kinderarzt finden. Aber die beiden Eltern geben sich zuversichtlich. Sie sind dankbar. Und sie sind gekommen, um zu bleiben.

Kontakt

Unternehmenskommunikation

Nach oben